Beweine nicht das Griechentum,
wenn du es gebeugt siehst,
mit dem Messer zwischen den Knochen
mit dem Riemen im Nacken.

Beweine nicht das Griechentum!
Sieh! Es springt auf! Sieh! Es springt auf!
Sieh! Es springt auf!
Tapfer und mutig ersticht es das Ungeheuer mit der Sonnenharpune.

Mikis Theodorakis – Erstes öffentliche Konzert 1974

Beweine nicht das Griechentum

Beweine nicht das Griechentum,
wenn du es gebeugt siehst,
mit dem Messer zwischen den Knochen
mit dem Riemen im Nacken.

Beweine nicht das Griechentum!
Sieh! Es springt auf! Sieh! Es springt auf!
Sieh! Es springt auf!
Tapfer und mutig ersticht es das Ungeheuer mit der Sonnenharpune.

LIEDER DES KAMPFES

Du gequältes Volk, vergiß nicht das KZ Oropos

Der Vater in Verbannung,
wir in der Tyrannei –

Du gequältes Volk, vergiß
nicht den Faschismus!

Die Mutter einsam – der Abend
bricht ohne Umarmung an.

Du gequältes Volk, vergiß nicht das KZ Oropos

Hinter Stacheldraht eingesperrt
bleiben wir der Freiheit treu.

Du gequältes Volk, vergiß nicht das KZ Oropos
vergiß den Faschismus nicht.

EINE GEISEL

Es war der 17. November, als die Soldaten anrückten.
Die Jungen der Volksarmee schlugen sie in die Flucht.
Ich seh‘ ein Mädchen klagen: „der lächelnde Junge ist ermordet.“
Verflucht sei die Stunde, als die Faschisten ihn ermordeten.
Meine königliche Liebe, ich werde ewig erzählen, was du getan, weil du die Faschisten vertreiben würdest.
Ruhm und Ehre dem unvergeßlichen lächelnden Jungen.

GRIECHENTUM

Wenn sie sich die Hände drücken,
ist die Sonne der Welt sicher,
fliegt eine kleine Schwalbe
aus ihren wilden Bärten.

Wenn sie sich opfern, sind wir unserem Ziel näher.
Mit goldenen Blättern sagt die die Sonne „Guten Morgen“.
Wie viele haben sie eingesperrt, wie viele haben sie umgebracht!
Bald werden die Glocken wieder läuten.

Dieses Land gehört uns und unseren Toten.

Der Traum von Freiheit

Als du beschlossest, deine ganze Vergangenheit
hinter dir zu lassen,
wehten an der Straße die Fahnen
und du sahest die Freiheit;
auf der Straße ließest du deinen Unmut heraus,
aber dein war die Freiheit nicht. 

Als du beschlossest,
dich wieder um dich selbst zu kümmern,
glaubtest du, damit würdest du
deinen Hauch von Freiheit wiederfinden;
damit hast du ein wenig dein Herz geweckt,
doch die Freiheit war es nicht. 

Jetzt, da die Zeit dir und auch ihr
diese Fahnen gestohlen hat,
bleibt nur noch der jetzt verblasste Klang
deines Schreis nach Freiheit;
bleibt nur noch ihr bereits unscharfes Gesicht,
ein Traum von Freiheit.

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